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Allgemeine Geschäftsbedingungen

One Step Ahead UG (haftungsbeschränkt), HRB 46189 Amtsgericht Bielefeld, Schlangenstraße 13, 33607 Bielefeld.

für die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform THENN·OS. Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne von § 14 BGB.

§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner, Definitionen

1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB") regeln die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform „THENN·OS" („Plattform"), die durch die One Step Ahead UG (haftungsbeschränkt), HRB 46189 Amtsgericht Bielefeld, Schlangenstraße 13, 33607 Bielefeld („Anbieter") über das Internet bereitgestellt wird.

1.2. Vertragspartner. Vertragspartner des Anbieters ist (a) der gewerbliche Kunde — insbesondere Tennisschulen, -vereine, -akademien sowie deren Inhaber oder Träger („Kunde") — sowie (b) die vom Kunden eingeladenen oder vom Endnutzer selbst registrierten Endnutzer (Spieler, Trainer, Erziehungsberechtigte, Manager) hinsichtlich der reinen Plattform-Nutzung. Verträge über konkrete Trainingsleistungen werden ausschließlich zwischen Endnutzer und Kunde geschlossen (siehe § 5).

1.3. Abweichende oder entgegenstehende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zustimmt. Bei Endnutzern, die Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind, gelten zwingende verbraucherschützende Vorschriften vorrangig.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsumfang

2.1. Der Anbieter stellt die Plattform zur browserbasierten Verwaltung des Tennistrainings-Betriebs bereit, insbesondere für Buchungen, Stundenplanung, Spieler- und Trainerverwaltung, Saisonumfragen, transaktionale E-Mails und (über Stripe Connect) Zahlungsabwicklung.

2.2. Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus dem jeweils gebuchten Tarif sowie aus der aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Website. Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform laufend weiterzuentwickeln, einzelne Funktionen zu ergänzen, anzupassen oder zu ersetzen. Wesentliche Funktionsänderungen werden mit angemessenem Vorlauf (in der Regel 14 Tage) angekündigt.

2.3. Verfügbarkeit. Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform, schuldet jedoch keine bestimmte oder ununterbrochene Verfügbarkeit und gibt hierzu keine zugesicherte Eigenschaft im Sinne des § 443 BGB ab. Vorübergehende oder unerhebliche Beeinträchtigungen, angekündigte Wartungsfenster, Höhere Gewalt sowie Störungen, die nicht der Anbieter zu vertreten hat (z.B. Ausfälle von Internet, Strom oder eingesetzten Subprozessoren) oder die der Kunde zu vertreten hat, stellen keinen Mangel dar.

2.4. Updates und Pflege. Der Anbieter stellt während der Vertragslaufzeit Aktualisierungen bereit, die für den Erhalt der vertragsgemäßen Funktionsfähigkeit erforderlich sind, insbesondere Sicherheits- und Anpassungs-Updates. Der Kunde wird über funktionsrelevante Updates innerhalb der Plattform oder per E-Mail informiert und ist verpflichtet, ihm zumutbare Mitwirkung bei der Inbetriebnahme zu leisten.

2.5. Wartung. Wartungsarbeiten werden, soweit vorhersehbar, in nutzungsarmen Zeiten (typischerweise 02:00–06:00 Uhr MEZ) durchgeführt und gelten nicht als Ausfallzeit. Bei kritischen Sicherheits-Updates ist der Anbieter berechtigt, ohne Vorankündigung zu handeln; der Kunde wird unverzüglich nachträglich informiert.

2.6. Test- und Beta-Zugänge; keine Pönalen. Für kostenlose Test-, Demo- oder Beta-Zugänge wird keine bestimmte Verfügbarkeit geschuldet. Service-Gutschriften oder Vertragsstrafen wegen Nichtverfügbarkeit oder eingeschränkter Verfügbarkeit der Plattform sind ausgeschlossen; die gesetzlichen Mängelrechte des Kunden bleiben unberührt.

§ 3 Registrierung und Nutzerkonto

3.1. Voraussetzung für die Nutzung ist die Anlage eines Nutzerkontos. Der jeweilige Konto-Inhaber sichert die Richtigkeit und Vollständigkeit aller Angaben zu und aktualisiert diese unverzüglich bei Änderungen.

3.2. Bei Endnutzern unter 16 Jahren ist die Einwilligung der Erziehungsberechtigten erforderlich (Art. 8 DSGVO). Der Kunde stellt sicher, dass die hierfür erforderlichen Einwilligungen vorliegen, bevor er Minderjährige zur Plattform einlädt oder anlegt.

3.3. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und vor unbefugtem Zugriff Dritter zu schützen. Der Konto-Inhaber hat den Verdacht eines unbefugten Zugriffs sowie tatsächliche Sicherheitsvorfälle dem Anbieter unverzüglich unter security@thenn-os.de zu melden.

§ 4 Pflichten und Mitwirkung des Kunden

4.1. Untersagte Nutzung. Der Kunde nutzt die Plattform ausschließlich im Rahmen der vereinbarten Zwecke und unter Beachtung des geltenden Rechts. Untersagt sind insbesondere das Einstellen rechtswidriger oder rechte Dritter verletzender Inhalte, Versuche, die technische Integrität oder Verfügbarkeit der Plattform zu beeinträchtigen (z.B. Reverse-Engineering, Penetration-Tests ohne vorherige schriftliche Genehmigung, Bot-Zugriffe), sowie die kommerzielle Weitervermarktung der Plattform an Dritte ohne Zustimmung des Anbieters.

4.2. Besondere Datenkategorien. Soweit der Kunde besondere Datenkategorien (Art. 9 DSGVO, insb. Gesundheitsdaten zu Verletzungen oder körperlichen Einschränkungen seiner Endnutzer) verarbeitet, hat er die hierfür erforderlichen Rechtsgrundlagen — insbesondere ausdrückliche Einwilligungen — selbst sicherzustellen, zu dokumentieren und auf Anfrage der Aufsichtsbehörde nachzuweisen. Die Plattform stellt hierfür unterstützende Funktionen bereit (Consent-Ledger, Vorlagen).

4.3. Datenhoheit und Eigene Datensicherung. Der Kunde bleibt alleiniger Inhaber der Rechte an den von ihm und seinen Endnutzern eingestellten Inhalten und personenbezogenen Daten. Der Anbieter erhält ein einfaches, nicht ausschließliches, räumlich unbeschränktes Recht, diese Daten ausschließlich zur Vertragsdurchführung (insb. Hosting, Backup, Anzeige im Mandanten-Kontext) zu speichern, zu vervielfältigen und zu verarbeiten. Der Kunde ist für die regelmäßige eigene Sicherung geschäftskritischer Daten verantwortlich; ein JSON-Datenexport steht in den Profileinstellungen jederzeit zur Verfügung.

4.4. Freistellung. Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei — insbesondere seiner Endnutzer (Spieler, Erziehungsberechtigte) sowie von Aufsichtsbehörden —, die gegen den Anbieter aufgrund einer dem Kunden zurechenbaren rechtswidrigen Nutzung der Plattform, der vom Kunden eingestellten Inhalte oder Daten oder der Verletzung seiner Pflichten als datenschutzrechtlich Verantwortlicher (insbesondere fehlender Rechtsgrundlagen oder Einwilligungen, § 4.2) geltend gemacht werden. Die Freistellung umfasst die angemessenen Kosten der notwendigen Rechtsverteidigung. Sie gilt nicht, soweit der Kunde die zugrunde liegende Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat. Der Anbieter wird den Kunden über eine Inanspruchnahme unverzüglich informieren und ohne Abstimmung mit dem Kunden weder den Anspruch anerkennen noch einen Vergleich schließen. Stellt sich heraus, dass der Anspruch des Dritten unbegründet war, erstattet der Anbieter dem Kunden hierfür geleistete Beträge zurück.

4.5. Sperrung bei Verstößen. Bei begründetem Verdacht eines schwerwiegenden Verstoßes gegen § 4.1 oder einer akuten Gefährdung der Sicherheit, Integrität oder Verfügbarkeit der Plattform ist der Anbieter berechtigt, den betroffenen Zugang vorübergehend zu sperren. Der Anbieter wählt das mildeste geeignete Mittel, informiert den Kunden unverzüglich und hebt die Sperre auf, sobald der Grund entfällt. Für vom Kunden zu vertretende Sperrzeiten bleibt der Vergütungsanspruch bestehen.

§ 5 Vermittlerrolle und Endnutzer-Verträge

5.1. Vermittlerrolle. Der Anbieter stellt mit „THENN·OS" ausschließlich die technische Plattform bereit. Verträge über Trainingsstunden, Platzbuchungen, Mitgliedschaften oder sonstige Sport- und Beratungsleistungen kommen ausschließlich zwischen dem Endnutzer (Spieler, Erziehungsberechtigtem) und dem jeweiligen Kunden (Akademie/Verein) zustande.

5.2. Keine Haftung für Trainingsleistungen. Der Anbieter haftet nicht für die Durchführung, die Qualität, den Ausfall oder die Beendigung der durch den Kunden erbrachten Leistungen. Stornierungen, Rückerstattungen, Mängelrechte sowie sämtliche sonstigen Ansprüche des Endnutzers richten sich ausschließlich nach den AGB und sonstigen vertraglichen Vereinbarungen des jeweiligen Kunden.

5.3. Zahlungsabwicklung. Etwaige Zahlungen für Trainingsleistungen werden über Stripe Connect direkt an den Kunden ausgekehrt. Der Anbieter ist insoweit lediglich technischer Vermittler und nicht Empfänger der Zahlungen; eine eigene Treuhand- oder Zahlungsdienste-Erlaubnis nach ZAG ist insoweit nicht erforderlich (Stripe agiert als regulierter Zahlungsdienstleister).

§ 6 Vergütung, Zahlungsbedingungen, Preisanpassung

6.1. Für die Nutzung der Plattform sind die im jeweils gewählten Tarif vereinbarten Vergütungen monatlich im Voraus zu zahlen. Sämtliche Preise verstehen sich gegenüber Unternehmern netto, zzgl. der jeweils gesetzlichen Umsatzsteuer.

6.2. Rechnungen sind innerhalb von 14 Kalendertagen nach Zugang ohne Abzug zur Zahlung fällig. Der Kunde gerät nach Ablauf dieser Frist ohne weitere Mahnung in Verzug (§ 286 Abs. 3 BGB). Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, nach Ablauf einer angemessenen Nachfrist den Zugang zur Plattform vorübergehend zu sperren; weitergehende Rechte (insb. außerordentliche Kündigung, Schadensersatz) bleiben unberührt.

6.3. Aufrechnungs- und Zurückbehaltungsrechte stehen dem Kunden nur zu, soweit seine Gegenforderungen unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind oder in einem engen synallagmatischen Verhältnis zur Forderung des Anbieters stehen.

6.4. Preisanpassungsklausel. Der Anbieter ist berechtigt, die monatlichen Nutzungsgebühren jeweils zum Beginn eines Vertragsjahres um maximal 5 % p.a. anzupassen, um nachweisbare Kostensteigerungen (z.B. Hosting, Personal, Subprozessor-Gebühren, Lohnentwicklung) auszugleichen. Sinken die für die Preisbildung maßgeblichen Kosten in vergleichbarem Umfang, ist der Anbieter zur Senkung verpflichtet (Reziprozität). Erhöhungen werden mindestens 6 Wochen vorab in Textform angekündigt; dem Kunden steht ein Sonderkündigungsrecht zum Wirksamwerden der Erhöhung zu. Auf Anfrage legt der Anbieter die für die Anpassung maßgeblichen Kostenfaktoren in nachvollziehbarer Form dar.

§ 7 Laufzeit, Kündigung, Datenexport

7.1. Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen, sofern nicht ausdrücklich eine feste Laufzeit (z.B. Jahresvertrag) vereinbart ist.

7.2. Der Vertrag ist von beiden Parteien mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende in Textform (E-Mail oder über die im Profil hinterlegte Kündigungsfunktion) ordentlich kündbar.

7.3. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt; ein wichtiger Grund liegt insbesondere bei wiederholtem Zahlungsverzug, schwerwiegender Verletzung dieser AGB oder Verstößen gegen § 4.1 vor.

7.4. Datenexport und Löschung. Der Kunde kann seine Daten bis zum Ende der Vertragslaufzeit jederzeit über die Exportfunktion (JSON) selbst sichern. Nach Vertragsende gewährt der Anbieter dem Kunden eine Karenzzeit von 30 Tagen für einen letzten Datenexport; auf Anfrage stellt der Anbieter zudem einen vollständigen JSON-Export bereit. Anschließend werden die personenbezogenen Daten innerhalb weiterer 14 Tage aus dem aktiven System gelöscht; verschlüsselte Backup-Fragmente verbleiben bis zu 90 Tage in der Disaster-Recovery-Sicherung. Steuerlich aufbewahrungspflichtige Unterlagen (insb. Rechnungen) verbleiben für die gesetzliche Frist (§ 257 HGB) beim Anbieter.

§ 8 Gewährleistung und Haftung

8.1. Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

8.2. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter ausschließlich bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht); die Haftung ist in diesem Fall auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Eine wesentliche Vertragspflicht ist eine Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf.

8.3. Verschuldensunabhängige Haftung. Gegenüber Unternehmern ist die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters auf Schadensersatz für anfängliche Mängel (§ 536a Abs. 1 BGB) ausgeschlossen.

8.4. Datenverlust. Der Anbieter führt regelmäßige, dem Stand der Technik entsprechende Datensicherungen durch (Disaster Recovery). Im Falle eines Datenverlusts ist die Haftung des Anbieters bei einfacher Fahrlässigkeit auf den typischen Wiederherstellungsaufwand begrenzt, der bei Rückgriff auf die letzte ordnungsgemäße Sicherung angefallen wäre; der Kunde kann seine Daten zusätzlich jederzeit über die Exportfunktion (§ 4.3) selbst sichern. Eine weitergehende Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn oder Folgekosten aus Datenverlust ist ausgeschlossen, soweit nicht eine wesentliche Vertragspflicht im Sinne von § 8.2 betroffen ist; in diesem Fall haftet der Anbieter auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. § 8.1 bleibt unberührt.

8.5. Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters gegenüber Unternehmern ausgeschlossen.

8.6. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter, Subunternehmer und Erfüllungsgehilfen des Anbieters. Sie gelten nicht, soweit der Anbieter einen Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat sowie für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz.

8.7. Verjährung. Schadensersatzansprüche des Kunden verjähren innerhalb von zwölf Monaten ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Dies gilt nicht für Ansprüche aus Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, aus einer Garantie oder nach dem Produkthaftungsgesetz, bei arglistig verschwiegenen Mängeln sowie für Ansprüche aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (§ 8.2); insoweit gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen.

§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

9.1. Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten unter Einhaltung der DSGVO. Einzelheiten ergeben sich aus der jederzeit unter Datenschutzerklärung abrufbaren Erklärung.

9.2. Auftragsverarbeitung. Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten von Endnutzern verarbeitet, handelt der Anbieter als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO. Mit Vertragsschluss kommt zugleich ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) zustande, dessen Inhalt unter https://thenn-os.de/avv abrufbar bzw. auf Anfrage in Textform übermittelt wird; dort werden insbesondere die jeweils aktuellen Subprozessoren benannt (Hosting, Datenbank, Zahlungsdienstleister, KI-Anbieter, E-Mail-Versand).

§ 10 Änderungen dieser AGB

10.1. Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anpassen, sofern dies aufgrund von Änderungen der Gesetzeslage oder Rechtsprechung, neuer technischer Funktionen, geänderter Subprozessoren oder zur Beseitigung von Regelungslücken sachlich erforderlich ist. Die wesentlichen Hauptpflichten der Parteien (insb. Leistungsumfang, Vergütung) bleiben hiervon unberührt.

10.2. Änderungen werden dem Kunden mindestens 6 Wochen vor Inkrafttreten in Textform (z.B. per E-Mail oder In-App-Benachrichtigung) mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist in Textform, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf diese Folge wird in der Änderungsmitteilung gesondert hingewiesen. Bei rechtzeitigem Widerspruch endet der Vertrag mit Ablauf der Widerspruchsfrist; bereits im Voraus gezahlte Vergütungen werden anteilig erstattet.

§ 11 Referenznennung

11.1. Der Anbieter ist mit ausdrücklicher Einwilligung des Kunden berechtigt, dessen Firmennamen und Logo zu Referenzzwecken („Trusted by…") auf seiner Website, in Pitchdecks und Marketingunterlagen zu verwenden. Die Einwilligung kann bei Vertragsschluss oder jederzeit später erteilt werden.

11.2. Der Kunde kann seine Einwilligung jederzeit in Textform (E-Mail an support@thenn-os.de) widerrufen. Nach Widerruf wird die Referenz innerhalb von 14 Tagen aus aktiven Materialien entfernt; eine Verpflichtung zur Rückrufaktion bereits gedruckter Materialien besteht nicht.

§ 12 Höhere Gewalt, Beta-Funktionen, Subprozessoren

12.1. Höhere Gewalt. Der Anbieter haftet nicht für Leistungsstörungen, die auf Höhere Gewalt zurückzuführen sind (z.B. Naturkatastrophen, Krieg, behördliche Anordnungen, flächendeckende Internet-Ausfälle, ohne Verschulden des Anbieters eintretende Ausfälle wesentlicher Subprozessoren). Die Pflichten beider Parteien ruhen für die Dauer und im Umfang des Hindernisses; ein Recht zur außerordentlichen Kündigung besteht ab einer Dauer von 30 Tagen.

12.2. Beta-Funktionen. Funktionen, die der Anbieter als „Beta", „Vorschau" oder „Experimentell" kennzeichnet, werden ohne Gewährleistung bereitgestellt und können jederzeit ohne Vorankündigung geändert oder eingestellt werden. § 8.1 (unbeschränkte Haftung bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Personenschäden) bleibt unberührt.

12.3. Subprozessoren. Zur Erbringung der Leistung setzt der Anbieter Subprozessoren ein (insbesondere Hosting, Datenbank, Zahlungsdienstleister, KI-Anbieter, E-Mail-Versand). Eine aktuelle Liste ergibt sich aus der Datenschutzerklärung sowie dem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Wesentliche Änderungen werden mit angemessenem Vorlauf angekündigt; dem Kunden steht ein Widerspruchsrecht gemäß Art. 28 Abs. 2 DSGVO zu.

§ 13 Schlussbestimmungen

13.1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende verbraucherschützende Vorschriften des Aufenthaltsstaates des Endnutzers bleiben unberührt.

13.2. Ausschließlicher Gerichtsstand für Streitigkeiten mit Kaufleuten, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen ist Bielefeld. Der Anbieter ist berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.

13.3. Salvatorische Klausel. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Regelung tritt die wirksame Regelung, die dem wirtschaftlich Gewollten am nächsten kommt; § 306 BGB bleibt unberührt.

13.4. Rangfolge. Bei Widersprüchen zwischen Vertragsbestandteilen gilt folgende Rangfolge: (1) die individuelle Auftragsbestätigung, (2) der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), (3) diese AGB, (4) die jeweils gültige Leistungsbeschreibung. Für datenschutzrechtliche Informationspflichten ist die Datenschutzerklärung maßgeblich.

13.5. Abtretung und Vertragsübernahme. Der Kunde kann Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters in Textform auf Dritte übertragen. Der Anbieter ist berechtigt, den Vertrag im Rahmen einer Unternehmensübertragung oder Umstrukturierung mit allen Rechten und Pflichten auf einen Dritten zu übertragen; der Kunde wird hierüber rechtzeitig in Textform informiert und hat in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt der Übertragung.

13.6. Nebenabreden, Textform. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform; dies gilt auch für die Änderung dieses Textformerfordernisses. § 10 (Änderungen dieser AGB) bleibt unberührt.

Stand: 1. Juni 2026 — Version 2.2

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